eos
25. August 2018 von Monika Kaesser

Lip Balm

Ist Eos schädlich oder so natürlich, wie die Marke behauptet?

Sie sind rund, bunt, süß und uns wird suggeriert, dass sie ganz natürlich seien. Doch was ist dran an den Horrorgeschichten über den vermeintlich schädlichen Lip Balm Eos?

Kleine Eier, großer Spaß

Der Hype um die kleinen eierförmigen Lippenpflegestifte hatte schon kurz nachgelassen, da hat Eos natürlich ein neues Produkt nachgeschossen: den Eos Crystal, der in der Tat wie ein kleiner Kristall aussieht.

 

 

Die Marke Eos wirbt vor allem mit ihrer angeblichen Natürlichkeit: Die Produkte seien ohne Mineralstoffe, zu 100 % aus natürlichen und zu 95 % aus bio-zertifizierten Inhaltsstoffen und tierversuchsfrei. Derweil sehen die bunten Teile alles andere als natürlich aus. Geschmacksrichtungen wie Mango, Vanille, Erdbeersorbet oder Sommerfrüchte klingen eher künstlich als biologisch. Vor einiger Zeit gab es einen Aufschrei: Mehrere Frauen klagten das Unternehmen, weil sie nach dem Gebrauch des Lip Balm Ausschlag, Bläschen und trockene, rote Hautstellen im Bereich um die Lippen bekamen. Horrorfotos kursierten im Internet und kratzten am Image der beliebten Marke.

 

 

Die Sammelklage wurde aber abgewiesen und Eos nahm in einer Pressemitteilung Stellung dazu: „Wir freuen uns, bekanntzugeben, dass die Sammelklage gegen Eos, die Mitte dieses Monats eingereicht wurde, beigelegt ist. Unsere Produkte sind sicher – die Einigung bestätigt dies. Unsere Lippenbalsame sind hypoallergen, dermatologisch getestet, aus qualitativ hochwertigsten Inhaltsstoffen hergestellt, sie erfüllen und übertreffen alle Sicherheits- und Qualitätsstandards unserer Branche.“

Ein Blick auf die Inhaltsstoffe

Nehmen wir mal die überschaubaren Inhaltsstoffe genauer unter die Lupe. Die Hauptbestandteile sind Sonnenblumenöl, Bienenwachs, Sheabutter, Kokosnussöl, Limone, Jojobaöl, Fruchtextrakt und Konservierungsstoffe, die das Produkt haltbar machen. Nun ist es keine Seltenheit, dass selbst ein natürliches Produkt nicht von allen Anwendern vertragen wird. Auch natürliche Stoffe wie Kokosöl, Bienenwachs oder Limone können Kontaktallergien hervorrufen, selbst wenn diese dermatologisch getestet wurden, so der Allergologe und Biologe Dr. Wolfgang Klee.

 

Zur Sicherheit sollte man ein neues Kosmetikprodukt vorab zum Beispiel in der Armbeuge testen, um Hautirritationen im Gesicht zu vermeiden. Der Vorfall mit den allergischen Reaktionen hätte also bei jedem anderen natürlichen Produkt ebenso vorkommen können. Wir sind weiterhin Fan der pflegenden bunten Kugeln, die uns durch ihre Wirkung und Natürlichkeit überzeugen.

 

 

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