Disney-Bösewichte
15. August 2018 von maxima Redaktion

Ganz schön fies

Warum wir Disney-Bösewichte eigentlich viel mehr lieben als Prinzessinnen

Ein bisschen böse kann nicht schaden. Diese Disney-Bösewichte hatten immer schon unsere Herzen erobert. Und sind in Wahrheit supercool.

Disney-Bösewichte sind auch nur missverstandene Helden

Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage? Meistens identifizieren wir uns mit den Prinzessinnen und Prinzen, den Heldinnen und Helden einer Geschichte. Und sehnen uns nach dem großen Happy End. Aber mal ganz ehrlich, das kann manchmal doch auch ziemlich fad werden. Hin und wieder ist so ein Blick auf die dunkle Seite schon wesentlich verführerischer. Vor allen Dingen, wenn sie für so viele gute Lacher sorgen wie diese Disney-Bösewichte. Sie sind stets schlagfertig und haben keine Angst davor, anzuecken. Und plötzlich bemerken wir, wie cool sie auch sein können. Alles eine Frage der Perspektive? Wir haben uns – mit ein bisschen Augenzwinkern – angeschaut, was wir an diesen Disney-Bösewichten besonders großartig und bewundernswert finden. Und warum manche von ihnen vielleicht nur falsch verstanden wurden …

Disney-Bösewichte

1. Scar

Der fiese Onkel aus „Der König der Löwen“ war wohl mit Abstand einer der charismatischsten Disney-Bösewichte der Geschichte. Niemand hatte einen fieseren Blick und einen angewiderteren Augenroller drauf als er. Und wer kann es ihm übelnehmen? Sein Leben lang im Schatten seines viel beliebteren Bruders, wurde er stets von allen ignoriert und belächelt. Alles, was er wollte, war ein bisschen Aufmerksamkeit!

 

 

2. Mutter Gothel

Okay, wir wollen mal lieber nicht in die psychologischen Abgründe dieser Adaption von „Rapunzel“ eintauchen. Mutter Gothel entführt Rapunzel und sperrt sie in einem Baumhaus ein, weil ihre Haare über magische Kräfte verfügen. Diese halten sie nämlich auf ewig jung. Mal ganz ehrlich: Wer würde sich so einen natürlichen Jungbrunnen nicht gern ins Haus holen?

 

 

Wer mit so einer Mutter aufwächst, braucht keine weiteren Komplexe.

3. Ursula

Die böse Meerhexe aus „Arielle – die kleine Meerjungfrau“ wollte doch auch nur ihr eigenes Imperium aufbauen. Frauen mit großen Ambitionen wurden immer schon zu einfach abgetan. Und sie hatte nicht nur Stil, sondern auch jede Menge Humor, den sie auch höchst manipulativ einzusetzen wusste. Die Herrschaft über das Meer an sich zu reißen ist schließlich ein nachvollziehbarer Wunsch. Wer will schon auf alle Ewigkeit in den Überresten einer dunklen Höhle irgendwo am Ende aller Meere hausen? Und die Anzahl an fragwürdigen Botschaften, die sie kleinen Kinder auf der ganzen Welt mitgegeben hat, ist schier unendlich.

 

 

4. Malefiz

Die böse Fee aus „Dornröschen“ gilt als einer der ikonischsten und düstersten weiblichen Disney-Bösewichte. Wer aber noch nie vergeblich auf eine Einladung zu einer heiß ersehnten Party gewartet hat, werfe den ersten Stein. Nur weil ihnen das Besteck ausgegangen ist, wurde sie nicht zur Taufe der Prinzessin eingeladen. Daraufhin belegte sie diese mit einem Fluch, sich an einer Spindel zu stechen und zu sterben. Okay, etwas überreagiert vielleicht. Aber wer den Film „Maleficent“ mit Angelina Jolie gesehen hat, weiß um ihre eigene Vorgeschichte und Kindheitstraumata Bescheid. Die arme Frau hat schließlich auch nur ihre eigenen Probleme abzuarbeiten. Und wer kann bei dem genial fiesen Lacher schon lange böse sein …

 

 

5. Madame Mim

Die fiese Hexe aus „Die Hexe und der Zauberer“ ist eine der ganz großen komödiantischen Figuren aus dem Disney-Universum. Kinder haben die schrullige Hexe immer mehr geliebt als gefürchtet. Sie war keine wirkliche Bedrohung, sondern mehr eine schrullige Lady, die dem sonst faden Erziehungsmärchen mit Moralkurs die nötigen Lacher geliefert hat. Dafür hat sie für immer einen Platz in unseren Kinderherzen verdient.

 

 

6. Cruella de Vil

Diese Disney-Bösewichtin ist von nur einer Leidenschaft getrieben: Mode! Ist „101 Dalmatiner“ vielleicht nur eine Parabel auf die teuflische Mode- und insbesondere Pelzindustrie? Ihr Name heißt nicht umsonst „böser Teufel“. Ihr Wunsch ist es nämlich, sich aus Dalmatiner-Welpen einen Pelzmantel schneidern zu lassen. Geht’s noch? Nun ja, bei Tierquälerei ziehen wir auch unsere Grenze. Aber hat jemand versucht, ihr alternative Materialien vorzuschlagen?

 

 

7. Gaston

Der übertrainierte Adonis aus „Die Schöne und das Biest“ war tatsächlich einer der ersten männlichen Disney-Bösewichte. Meistens trieben nämlich böse Stiefmütter oder Hexen (oder andere unmenschliche Wesen) ihr Unwesen, das Übliche halt. Gaston war somit also auch der erste Schablonen-Macho, der noch so einiges von der #MeToo-Bewegung lernen könnte. Tief im Inneren war doch alles auch nur ein Schrei nach Liebe. Und er wollte nur, was er nicht kriegen konnte.

 

 

8. Dschafar

Dieser Disney-Bösewicht aus „1001 Nacht“ sieht nicht zufällig wie eine fiese Schlange aus. Genauso schmierig und hinterhältig verhält er sich auch bei seinem Versuch, den Thron an sich zu reißen. Weil er nichts Besseres draufhat als kleine Zaubertricks, versucht er seinen Weg dahin über die Prinzessin und einzig wahre Thronfolge zu gehen. Da beißt er aber auf Granit. Gemeinsam mit seinem fiesen kleinen Papagei-Freund Jago liefert er sich jede Menge absurder und fieser Plots. Dabei sorgen die beiden allerdings für jede Menge gute Lacher, bis zu seinem endgültigen Verbleib in einer Wunderlampe.

 

 

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