11. September 2018 von Maxima Redaktion

Fress-Flash

Warum wir nicht aufhören können, Chips zu essen

Wer schon mal eine Packung Chips aufgemacht hat, kennt das. Geht es erst mal los, gibt es kein Aufhören mehr, bis alles restlos aufgegessen ist.

Chips – die Kartoffel-Droge?

Kaum ist die Packung offen, ist sie auch schon wieder leer. Keine Chance aufzuhören, sich die salzigen, frittierten Kartoffelscheiben in den Mund zu schieben. Einmal gepoppt, nie mehr gestoppt. Wir lieben das krosse Knacken, das Gefühl, wenn die Chips in unserem Mund zerkrümeln und der salzige Geschmack über unsere Zunge läuft. Kartoffeln, Öl und Salz sind die simplen Zutaten des weltweit so beliebten Snacks. Unzählige Firmen und Marken haben sich an diversesten Geschmäcken und Sorten probiert. Daraus ist eine Millionenindustrie gewachsen. Im Bereich Chips könnte man sogar sagen, es gibt nichts, was es nicht gibt. Sogar Gemüsechips haben mittlerweile die Snack-Regale erobert. Aber – so zumindest unsere Meinung – nichts übertrifft den zeitlosen Klassiker Kartoffelchips.

 

Warum wir nicht aufhören können

Manchen Leuten soll es ja schwererfallen, mit Chips aufzuhören, als das Rauchen zu lassen. Kann man hier aber tatsächlich von einer Sucht oder von Suchtverhalten sprechen? Wissenschaftler haben das Phänomen nun erforscht. Die sogenannte hedonische Hyperphagie soll der Grund dafür sein. Als Hyperphagie bezeichnet man das – teils auch chronische – Essen, ohne wirklich Hunger zu haben. Dies kann auch eine Essstörung sein und wird als eine weit verbreitete Zivilisationskrankheit eingestuft. Im Wesentlichen bedeutet das also einfach, wir essen, obwohl wir nicht hungrig sind – und das aus reinem Genuss. Nicht dass wir dazu ein Experiment gebraucht hätten. Dennoch haben Wissenschaftler es an Ratten getestet! (Wir hätten uns auch freiwillig gemeldet. Stoppt Tierversuche!) Das Mischungsverhältnis von Fetten zu Kohlenhydraten in Chips scheint es auszumachen. Kartoffelchips führen zu einer Aktivierung im Belohnungszentrum – und wer will sich nicht gerne mal selbst belohnen.

 

Industriell gefertigtes Essen

Kulturell gesehen haben Chips ihren Ursprung in Amerika. Angeblich sollen sie im Bundesstaat New York in der Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden worden sein. Durch das rasche Wachstum der Bevölkerung entstand auch eine Abhängigkeit von industriell produzierten Fertiggerichten. Kartoffelchips sind ein wesentlicher Teil dieser Kultur geworden. Ausgehend von einer simplen Formel (Kartoffeln, Öl, Salz), wurden unzählige luxuriösere und exklusivere Geschmacksvariationen abgewandelt und entwickelt. Chips wurden immer mehr zu einem kulturellen Symbol und in weiterer Folge Statussymbol, abhängig von der Marke und Qualität der Chips, die man kauft. Mittlerweile gibt es alles von Trüffel bis Rosmarin, um die guten alten Kartoffelscheiben zu verfeinern. Egal ob artisanal oder industriell gefertigt – fest steht, wir können nicht genug davon kriegen.

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