27. Juli 2018 von Lana Schneider

Mit Selbstakzeptanz ist jeder schön

Diese einstigen Makel wurden zu Schönheitsidealen

Ständig hat man etwas an sich und seinem Körper auszusetzen. Was aber, wenn man an seinen Bad Days einmal versucht, nicht mehr zu nörgeln, und seine Makel akzeptiert? Wir haben einige Beispiele herausgesucht, bei denen vermeintliche „Makel“ zu richtigen Schönheitsidealen wurden – Selbstliebe ist hier der Schlüssel.

Wahnvorstellungen

Unsere Gesellschaft ist im Beauty-Wahn, das ist nichts Neues. Schönheitsoperationen sind nichts Besonderes mehr, Lippen werden mit Lipliner übermalt, um größer zu wirken, und körperformende Taillengürtel verkaufen sich haufenweise. Zusätzlich werden in der Werbung und auf Social-Media-Kanälen nur cellulitefreie, straffe Körper gezeigt und es wird vermittelt, dass Makel an unseren Körpern nichts zu suchen haben. Diversität gleich null. Natürlich gibt es immer häufiger Kampagnen, die gegensteuern, beispielsweise von Dove, oder Bloggerinnen, die ihr Real Me auf ihren Accounts zeigen. Und dennoch scheinen „Makel“ tief verankert in uns eine Abneigung auszulösen, die wir unbedingt vermeiden und deshalb ändern wollen.

Einer Studie der Zeitschrift „Petra“ zufolge würden demnach drei Viertel der befragten Frauen 10 Punkte ihres Intelligenzquotienten für einen Makel weniger eintauschen. Irre, oder? Wir haben Beispiele für einstige Makel herausgesucht, die mittlerweile Schönheitsideale geworden sind oder zumindest als schön in der Gesellschaft angesehen werden. Es sind Beispiele dafür, wie vergänglich Schönheitsideale sind, und wer weiß, vielleicht trägt in fünf Jahren jede ihre Cellulite an den Beinen mit Stolz, weil sie sowieso normal ist? Unter Druck setzen lassen wir uns auf jeden Fall nicht mehr.

 

Zähne

In Japan gelten schiefe Zähne beziehungsweise Zahnfehlstellungen als besonders schön. Bei uns sind es bis jetzt lediglich große Zahnlücken à la Lara Stone – aber kann sich ja alles noch ändern?!

 

Leberflecken

Muttermale im Gesicht wurden lange Zeit als nicht wünschenswert angesehen, dann kam Marilyn Monroe, machte daraus den sogenannten Schönheitsfleck, und schon war ein neues Schönheitsideal geschaffen. Schönheiten wie Cindy Crawford oder Madonna machten den kleinen Leberfleck ebenfalls zu ihrem Markenzeichen.

Monobrauen

In Tadschikistan sind sie das Schönheitsideal schlechthin, bei uns konnte nicht einmal Frida Kahlo einen Trend damit setzen. Vor ein paar Monaten kam dann Sophia Hadjipanteli, und ihr Instagram-Account flog durch die Decke. Kontrovers wurde über ihre Monobraue diskutiert, wir finden es auf jeden Fall toll, dass sie dazu steht und sich nicht verbiegt, um dem akzeptierten Schönheitsideal in der Gesellschaft zu entsprechen.

 

Sommersprossen

Sommersprossen abdecken ist ja sowas von gestern. Mittlerweile werden sie sogar mit Kajal aufgemalt, und seitdem Meghan Markle eine der Royals ist, steigen anscheinend die Tattooanfragen für Fake-Sommersprossen rasant.

Vitiligo

Die Autoimmunerkrankung Vitiligo war vermutlich lange Zeit etwas, wofür sich Betroffene oft geschämt haben. Auch Topmodel Winnie Harlow hatte mit ihrem äußerlichen „Makel“ zu kämpfen – bis sie mit Akzeptanz mehr Selbstbewusstsein erlangte und mittlerweile zu einem der gefragtesten Models auf den Laufstegen wurde und damit Betroffene weltweit bestärkt.

 

Curvy

Hier haben wir wohl das beste Beispiel für Ups and Downs eines Schönheitsideals. In der Antike waren Kurven unabdingbar, dann wieder nicht, dann im Barock-Zeitalter wieder schon usw. Derzeit sind sanduhrförmige Körper dank Kim Kardashian wieder gefragt. Was wir damit sagen wollen? Mit Selbstliebe liegt man immer im Trend.  

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