23. August 2018 von Maxima Redaktion

Neuanfang:

Warum Ausmisten so richtig guttun kann

Die Wohnung oder zumindest den Kleiderschrank ausmisten kann der erste Schritt für einen Neuanfang sein. Dabei schaffst du nicht nur äußere Ordnung, sondern auch innere Ausgeglichenheit.

Ausmisten für mehr Balance

Wer schon mal kurz vorm Nervenzusammenbruch gestanden ist und sein Leben am liebsten in die Ecke schmeißen wollte, kennt das Gefühl sehr gut. Hilf- und Ausweglosigkeit machen sich breit und man kann sich kaum noch zu irgendwas aufraffen. Manchmal kann es aber schon helfen, innere oder berufliche Blockaden zu überwinden, indem man sich auf den ersten Blick trivialeren Dingen widmet. Wie etwa seinen Kleiderschrank, seine Wohnung oder eben zumindest Teile und einzelne Räume auszumisten. Wenn man sich erst mal dazu durchringt, das Projekt Ausmisten in Angriff zu nehmen, dann kann der Erfolg äußerst befriedigend wirken. Wichtig dabei ist, sich realistische Ziele zu setzen, die auch erreicht werden können. Also nicht unbedingt versuchen, an einem Abend die ganze Wohnung umzuräumen, wäre empfehlenswert. Man sollte lieber abschnittsweise an die Sache herangehen, mit einem Raum oder einem Schrank starten.

Was brauchst du wirklich?

Unsere Wohnungen sind oft voll mit Krimskrams und Dingen, die wir nicht (mehr) wirklich brauchen. Ob emotional wertvoll oder einfach nur in den Untiefen irgendwelcher Schachteln vergessen, sei dahingestellt. Ziel bei einem Neuanfang ist es tatsächlich, einen Schlussstrich zu ziehen und alles Gewesene zu überwinden. Philosophisch gesehen geht es dabei um die Suche nach dem Ursprünglichen. Ohne jetzt aber ins Esoterische abdriften zu müssen, kann das Ausmisten durchaus als eine Form der Reinigung und Erleichterung angesehen werden. Schon allein deshalb, weil man sich von viel Müll trennt, der vielleicht mehr Ballast als sonst irgendetwas darstellt.

Tipps zum Ausmisten

1. Lege einen Bereich fest

Es wird wahrscheinlich wenig Sinn machen, an einem Tag die ganze Wohnung ausmisten zu wollen. Lieber mal mit dem Badezimmerschrank oder der Vorzimmerkommode anfangen und Stück für Stück abarbeiten.

2. Markiere dein Schlachtfeld

Der Raum, in dem du beginnst, sollte schon so leer wie möglich sein. Dann breite sukzessive die Dinge aus den Kommoden und Schränken vor dir aus, um dir einen Überblick zu verschaffen. Hier wirst du Dinge finden, die du schon lange gesucht hast, aber auch solche, von denen du nicht mehr geglaubt hättest, sie noch zu besitzen.

 

 

3. Entscheidungen treffen

Nun ist es an der Zeit, auch loslassen zu können. Beim Ausmisten musst du ständig diese Entscheidung treffen. Was möchte ich behalten? Was kann ich gehen lassen? Erinnerungen sind schön und gut, und emotional wertvolle Gegenstände kann man durchaus besitzen. Wenn sie allerdings nur in einer Schachtel vergessen dahinstauben, stellt sich die Frage, wie wichtig sie dir wirklich sind. Manchmal ist es eben wichtig, auch Erinnerungen loszulassen. So schaffen wir neue Freiheit in unserem Wohnraum und eine innere Ordnung. Und es gibt Platz für einen Neuanfang.

4. Neuer Freiraum

Durch das Ausmisten wird jede Menge neuer Freiraum geschaffen. Das ist ein unheimlich schönes und befreiendes Gefühl, als hätte man sich von einer schweren Last gelöst. Selbstverständlich soll das nicht heißen, gleich wieder neue Dinge einkaufen zu müssen. Lieber sollte man das Gefühl genießen, dass die Schublade oder der Kleiderschrank wieder aufgeräumt und frei sind. So hat man auch einen besseren Überblick und sieht die Dinge, die man wirklich braucht, auf den ersten Blick.

 

 

5. Schenken oder Müll

Selbstverständlich muss nicht alles auf den Müll. Gerade Kleidungsstücke können an etwaige Institutionen gespendet werden. Wenn du Spaß daran hast, kannst du auch bei einem Flohmarkt mitmachen. Nur was wirklich kaputt und unbrauchbar ist, sollte auch im Müll landen.

6. Keine Ausreden!

Meistens schieben wir diesen Startschuss für einen Neuanfang lange vor uns her. Saisonale Anlässe können da zum Beispiel einen guten Anhaltspunkt geben. Es heißt ja nicht umsonst Frühjahrs- oder Herbstputz. Wenn eine Jahreszeit zu Ende geht, hat man auch oft Lust, seine Garderobe zu sichten, und man weiß noch am besten, was man gerne getragen hat. Wenn du zum Beispiel am Ende eines langen Sommers ein Sommerkleid in deinem Kleiderschrank findest, das du kein einziges Mal getragen hast, dann sollte es auch nicht allzu schwerfallen, sich davon zu trennen.

 

 

7. Frische Luft für einen Neubeginn

Und wenn man den inneren Schweinehund erstmal überwunden hat, dann kann es auch durchaus Spaß machen, ja sogar befreiend sein, sich von altem Ballast zu verabschieden. Zumindest wenn der ganze Krempel erst mal draußen ist aus der Wohnung und man wieder durchgehen kann, ohne zu stolpern, macht sich die Aktion sicher bezahlt.

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