2. August 2018 von Christian Krisper

Schweißkiller oder Gesundheitsrisiko:

Wie gefährlich ist Aluminium in Deos wirklich?

Seit Jahren geht das Gerücht herum, Aluminium in Deos sei gefährlich. Sogar krebserregende Wirkung wird den Antitranspirantien nachgesagt. Wie gefährlich sind sie wirklich?

Kampf dem Achselschweiß?

Heiß, heißer, flüssig. Achselschweiß kennt jeder. Besonders an heißen Tagen im Sommer geht es unter den Armen schon mal ab wie in den Niagarafällen. Schwitzen sollte natürlich nichts sein, wofür man sich schämen muss. Unser Körper ist ständig damit beschäftigt, seine Temperatur zu regulieren. Diese sollte immer bei um die 37 °C liegen. Wird es dann mal heißer, schwitzen wir, damit der Schweiß auf der Haut verdampft und der Körper sich abkühlen kann. Was etwas eklig klingt, ist nun mal die natürlichste Sache der Welt.

 

 

 

Dennoch sind Schweißfontänen oft ein unangenehmes Gefühl. Vor allem, wenn die Kleidung am Weg ins Büro schon völlig durchnässt wird. Viele Leute greifen deshalb zu Deodorants und Antitranspirantien. Das Aluminium in Deos sorgt dafür, die Schweißbildung zu reduzieren. Eigentlich bezeichnet man diese schweißhemmende Wirkung als Antitranspirant, wohingegen Deos lediglich die Bildung von Körpergeruch verhindern. Geworben wird am Markt aber meist synonym mit einer allumfassenden Wirkung: schweißhemmend, antibakteriell und angenehm duftend. Was aber ist nun dran an der Angst vorm Aluminium in Deos? Sind die Aluminiumsalze wirklich so gefährlich oder nimmt hier die Panikmache ihren Lauf?

Aluminium in Deos

Fakt ist, Aluminium ist generell sehr weit verbreitet, auch in Nahrungsmitteln und Trinkwasser, Verpackungen oder Kochtöpfen. Grundsätzlich kann Aluminium dem Gehirn schaden. Deshalb ist es natürlich fraglich, ob wir dem Körper noch mehr davon zumuten sollten. Eindeutige und zuverlässige Studien zum konkreten Thema Aluminium in Deos gibt es allerdings noch nicht. Dennoch wird – beispielsweise in der Schweiz – bereits darüber diskutiert, ob entsprechende Warnhinweise auf den Deos angebracht werden sollten. In jedem Fall gibt es aber noch keinen Grund zur Panik, da kein direkter Zusammenhang nachgewiesen werden konnte. Was aber natürlich auch schlichtweg an mangelnden Langzeitstudien liegen mag. Und wenn wir etwas gelernt haben, dann dass sich diese Erkenntnisse und Wissensstände stets weiterentwickeln. Beispielsweise wurde auch Asbest, das, wie mittlerweile nachgewiesen, Lungenkrebs und Rippenfellkrebs auslösen kann, erst 1990 in Österreich und 1993 in Deutschland verboten.

 

Da muss man sich dann einfach überlegen, wie dringend man Aluminium in Deos zur schweißhemmenden Wirkung braucht. Das ist wohl eine Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Eine reduzierte (also nicht täglich mehrmalige Anwendung) ist generell zu empfehlen. Auch sollte man das Deo nicht direkt nach dem Rasieren auftragen, da durch die kleinen Verletzungen noch mehr Aluminium in den Körper gelangen kann.

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