11. Januar 2023 von Claudia Rejlek

Influencer:innen-Talk

„Ich wollte zeigen, dass gesunde Ernährung nicht schwer ist“

Ins neue Jahr mit gesunder Ernährung & Sport? Ein allseits beliebter Neujahrsvorsatz. Bei der „Cheesecakequeen“, wie Influencerin Sabrina Schuller (@herstoryfeed) liebevoll von ihren Follower:innen genannt wird, hat beides jetzt schon Priorität. Mit uns hat sie über ihre Motivation und ihren Social-Media-Job gesprochen. Und sie hat uns Tipps gegeben, wie es mit den Vorsätzen tatsächlich klappt.

1. Du hast nicht nur einen erfolgreichen Instagram-Account, sondern hast auch schon E-Books mit Rezepten veröffentlicht sowie ein Kochbuch. Wie kam es dazu?

Ehrlich? Das weiß ich selbst gar nicht so genau. Es ist einfach passiert. Ich habe mein Essen eigentlich von Anfang an fotografiert und die Leute viel in meiner Story mitgenommen. Regelmäßig Tipps geteilt und immer wieder gezeigt, was ich mir so für die Arbeit vorkoche. Ich habe jede Woche Mealprep gemacht und versucht kreativ zu sein. Das Interesse für meine Rezepte war sofort da und ich bekam richtig gutes Feedback von den Leuten. Ich glaube, was ihnen gut gefallen hat, war, dass die Rezepte simpel, aber trotzdem lecker waren. Das hat mich natürlich extrem gefreut und weiter motiviert. Ich wollte den Leuten unbedingt zeigen, dass gesunde Ernährung nicht schwer ist! Irgendwann habe ich begonnen, gesunde/low calorie Cheesecakes zu backen, und auch hier war das Feedback enorm gut. Viele nennen mich heute noch „Cheesecakequeen“, was ich wirklich süß finde. Um meine vielen Rezepte festzuhalten, habe ich begonnen, E-Books zu schreiben und dieses Jahr (2022) kam dann sogar mein erstes richtiges Kochbuch „Her Bowl Story“ heraus. Darauf bin ich echt wahnsinnig stolz!

2. Was ist dein Lieblingsgericht aus deinem Kochbuch?

Schwierig, aber wenn ich mich wirklich entscheiden müsste, dann ist es meine heiß geliebte „Gnocchi Bowl mit cremiger Paprikasauce“. Könnte ich ungelogen jeden Tag essen!

3. Influencer:innen sind Vorbilder – vor allem für die jüngere Generation. Wie gehst du mit dieser Verantwortung um?

Mir ist es in diesem Zusammenhang besonders wichtig, authentisch und ehrlich zu sein. Ich möchte kein falsches Bild erzeugen und damit Gefahr laufen, andere, gerade jüngere Leute, möglicherweise unter Druck zu setzen. Influencer:innen mögen aufgrund unterschiedlichster Dinge für manche Menschen ein Vorbild sein, sind jedoch auf gar keinen Fall perfekt. Nicht mal ansatzweise. Mein Leben läuft auch nicht immer rund. Und genau das möchte ich repräsentieren. Es gibt Ups und Downs beruflich wie privat und das ist ganz normal. Die Frage ist einfach, was man daraus macht!

4. (Vermeintlich) perfekt trainierte Körper und gestylte Influencer:innen prägen bei vielen den Insta Feed: Was rätst du vor allem jungen Leuten, um sich davon nicht verrückt machen zu lassen?

Am Ende des Tages darf man einfach nicht außer Acht lassen, dass der Großteil der Bilder, die wir da tagtäglich gezeigt bekommen, inszeniert und bearbeitet ist. Die richtige Pose, das richtige Licht, eine gute Kamera usw. helfen da ungemein. Das muss man sich einfach immer und immer wieder vor Augen führen.

Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, sich einfach wohl in seinem Körper zu fühlen. Und dieses Wohlbefinden bekommt man nicht durch eine Zahl auf der Waage. Wenn man sich gut fühlt und es schafft, dieses Gefühl auch nach außen zu transportieren, dann ist es vollkommen egal, wie perfekt oder nicht perfekt ein Körper aussieht.

5. Jänner ist ja auch immer die Zeit der guten Vorsätze: Welche Tipps hast du für Personen, die es jetzt ernsthaft angehen wollen mit Sport und gesunder Ernährung?

Balance ist der Schlüssel zum Erfolg! Das war bei mir zumindest so. Ich achte auf meine Ernährung und mache Sport, aber ich gönne mir bewusst immer wieder etwas, wenn mir danach ist. Ich bin absolut kein Fan davon, bestimmte Lebensmittelgruppen wie bspw. Kohlenhydrate aus der Ernährung zu streichen. Das hat zumindest bei mir langfristig nie zu Erfolg geführt, sondern mich eher frustriert. Außerdem achte ich auf meine Alltagsbewegung. Ich gehe viel spazieren oder gehe zu Fuß, anstatt mit der U-Bahn zu fahren. Man glaubt gar nicht, wie viel das bringt!

6. Der Fitness-Lifestyle gehört zu deinem öffentlichen Social-Media-Leben. Wie viel Druck ist das für dich selbst, was Sport und Ernährung anbelangt?

Ich glaube, den größten Druck habe ich mir in dieser Sache wahrscheinlich tatsächlich selbst gemacht. Ich hatte früher einige Phasen, in denen ich unzufrieden mit meinem Körper oder im Sport war. Irgendwann habe ich gelernt, die Zügel ein bisschen loszulassen und mich nicht mehr ganz so unter Druck zu setzen. Ich kann gar nicht genau sagen, was es war, aber diese „Wurschtigkeit“, die sich bei mir eingestellt hat, hat letztendlich dazu geführt, dass ich im Training besser denn je weiterkomme.

7. Wie schaffst du es, abzuschalten? Machst du bewusst ab und an Digital Detox?

Ganz ehrlich? Ich schaffe es (leider) nicht immer. Es ist wirklich schwierig manchmal, komplett abzuschalten, weil man immer das Gefühl hat, „online“ sein zu müssen. Ich muss da für mich auf jeden Fall auch noch einen besseren Weg finden!

8. Was war dein größter Erfolg im Online-Business bis jetzt?

Definitiv mein Kochbuch „Her Bowl Story“. Da stecken meine besten Rezepte mit ganz viel Liebe drinnen. Und dieses Buch in den Händen zu halten ist für mich mein bisher größter Erfolg. Ich kann bis jetzt nicht glauben, dass die 1. Auflage nach weniger als 24 Stunden ausverkauft war. Damit hätte ich nie gerechnet!

9. Welche Pläne hast du für die Zukunft?

Ich möchte auf jeden Fall weiterhin auf Social Media aktiv sein, meine Rezepte teilen und so einen Mehrwert auf meinem Account bieten. Ein neues Kochbuch steht definitiv auch ganz weit oben auf meiner Liste.

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