13. September 2018 von Maxima Redaktion

Säure-Basen-Haushalt

Was der pH-Wert über deine Haut und Gesundheit verrät

Bei der Körperpflege sollte man darauf achten, den Säuremantel der Haut nicht zu beeinträchtigen und den pH-Wert nicht zu verändern. Dafür kann man auch auf spezielle Pflegeprodukte zurückgreifen.

Was ist eigentlich dieser pH-Wert?

Der Wasser-Fett-Film der Hautoberfläche hat eine wesentliche Funktion: die Haut vor dem Austrocknen und vor Krankheitserregern zu schützen. Gerät er ins Ungleichgewicht, kann die Haut leichter erkranken. Der natürliche pH-Wert trägt also dazu bei, die Hautoberfläche gesund zu halten. Der Wasser-Fett-Film der Hautoberfläche hat einen durchschnittlichen pH-Wert von 5,5 (4–6,5). Die Haut des Menschen ist leicht sauer. Der Säuremantel ist ein Schutz vor Krankheitserregern, da diese auf dem „sauren Milieu“ gar nicht erst gedeihen können. Deshalb sind natürliches Schwitzen und die Talgbildung der Haut auch grundsätzlich etwas Gutes. Seifen sind deutlich basisch und „trocknen“ die Haut aus, sie entfernen die Fettschicht und zerstören die Säureschicht. Durch eine Hautreinigung mit herkömmlicher Seife wird der pH-Wert für einige Stunden auf 9 angehoben. In diesem Zeitraum ist die natürliche Schutzwirkung des Säuremantels beeinträchtigt. Gesunde Haut schafft es allerdings, sich selbst wieder zu regulieren. Der natürliche Säureschutzmantel der Haut muss also irgendwie aufrechterhalten werden und sollte nicht durch übermäßige „Pflege“ (wie häufiges Waschen mit Seife) in den basischen Bereich gelangen. Deshalb sollte man auch nicht mehrmals am Tag duschen.

Wann wird der pH-Wert zum Problem?

Haut und Schweiß sind leicht sauer. Diese Schutzbarriere kann durch den zu häufigen Kontakt mit Wasser und basischen Seifen und Reinigungsmitteln gestört werden. Der Haut wird dabei Fett entzogen – und der pH-Wert so erhöht. Das trocknet sie aus und macht sie anfälliger für Krankheitserreger. Menschen, die an Akne, Ekzemen, Neurodermitis oder trockener Haut leiden, haben beispielsweise einen erhöhten pH-Wert. Aber auch Diabetiker und Nierenkranke sind betroffen. Leider ist der pH-Wert der Haut nicht sichtbar. (Lediglich über den Urin und mittels in der Apotheke erhältlicher rezeptfreier Teststreifen lässt sich dieser testen.) Dennoch trägt er wesentlich zum gesunden Klima an der Hautoberfläche bei.

Worauf sollte man achten?

Reinigungsprodukte mit einem extrem basischen pH-Wert von 8 bis 12 sollten keinesfalls zum Reinigen der Haut verwendet werden, denn sie greifen den Säureschutzmantel an. Auch neutrale Seifen mit einem pH-Wert von 7 können den Säureschutzmantel bereits schädigen. Sollte der pH-Wert erhöht sein, empfehlen sich Pflegeprodukte, die den Hinweis auf einen pH-Wert von 5–5,5 tragen, um den Säureschutzmantel der Haut positiv zu beeinflussen. Auch für den Intimbereich gibt es eigene Waschlotionen, die weniger aggressiv die Haut angreifen und die Milchsäure bewahren. Generell sollte man seine Haut also nicht zu exzessiv (mit Seife) waschen oder zu häufig Desinfektionsmittel auf der Haut verwenden. Weniger aggressive Pflegeprodukte empfehlen sich vor allem für den Intimbereich, wofür es spezielle Waschlotionen gibt, oder bei Bedarf auch ein pH-neutrales Duschgel.

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