29. Januar 2018 von Stephanie Rugel

Schenkelklopfer aus Lycra

Hui oder pfui? Radlerhosen steigen vom Sattel in den Alltag!

Was irgendwann mal sogar an Axl Rose höchstens nur so halb-cool war, soll jetzt also ein Mainstream-Trend im Sommer werden. Werden wir wirklich Radlerhosen tragen?

Geschmacksverirrung oder heißes Revival?

Sag niemals nie ist modisch gesehen ja ein Spruch, der sich immer und immer wieder bewahrheitet. Was wir jetzt noch total zum Speiben finden, könnte in wenigen Wochen mehrfach in unserem Kasten liegen. Siehe Crocs, Dad-Sneakers und Konsorten.

 

 

Weil sich Auge und ästhetisches Empfinden eben umgewöhnen. Besonders leicht, wenn sie permanent mit polierten Bildern einschlägiger Style-Vorbilder gefüttert werden.

 

 

Ob das allerdings beim textilen Härtefall namens Radlerhose auch so sein wird, wagen wir (jetzt noch) stark zu bezweifeln. Auch wenn in den Eighties die Schmerzgrenze offensichtlich etwas höher lag, gut sah das bisher eigentlich immer nur an den durchtrainierten Oberschenkeln der Tour-de-France-Teilnehmer aus. Und auch nur da, wo das enge Höschen hingehört – nämlich auf dem Sattel eines schicken Rennrads.

 

 

Nun wollen uns allerdings High-Fashion-Häuser von Saint Laurent bis Nina Ricci, von Dolce & Gabbana bis Off-White in den knackigen Shorts auf die Straße schicken.

 

 

Und beim Wörtchen knackig stoßen wir auch schon auf das erste Problem: Wessen Derrière und obere Beinpartie sieht in den abgeschnittenen Leggings denn schon gut aus?

 

 

Mal abgesehen von ein paar Supermodels verfügt dort wohl jede von uns über ein paar winzige Dellen und Pölsterchen. Da kann man noch so schlank sein, der Eindruck von Pressfleisch in der Wurstpelle lässt sich einfach nicht wegstylen.

 

 

Ein langes Oberteil hilft da übrigens kein Stück weiter, sondern macht erst recht deutlich, dass man was zu verbergen hat!

 

Dann doch lieber gleich Baggy-Hosen und weite Röcke! Fühlen sich erstens bei weitem nicht so schwitzig auf der Haut an, lassen zweitens kleine Unebenheiten ganz nebenher verschwinden und sind drittens so viel lässiger!

 

Sagen wir jedenfalls jetzt noch, im Jänner!

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