Charmed Alyssa Milano
17. Oktober 2017 von Jasmin Newman

Nach Weinstein-Skandal

„Charmed“-Star tritt Twitter-Echo los

Mit dem Hashtag #Metoo flutet Alyssa Milano das Netz mit Geschichten sexueller Übergriffe.

Das Schweigen hat ein Ende! Über Jahrzehnte nutzte Harvey Weinstein seine Macht als Filmproduzent aus um Frauen körperlich zu belästigen. Doch nach Angst regiert in Hollywood nun die Frauenpower. Angelina Jolie, Ashley Judd, Gwyneth Paltrow und Rose McGowan sind nur ein kleiner Auszug an Namen, die ihre Stimme gegen sexuellen Missbrauch einsetzen. Während sich viele Schauspielerinnen unter den Kolleginnen mobilisieren um über den Filmmogul auszupacken, wählte Alyssa Milano, bekannt aus der Serie Charmed, einen anderen Weg.

Mit dem Hashtag „Me too“ löste sie über Twitter eine Lawine aus. Mit diesen zwei Wörtern soll jeder, der schon mal sexuell belästigt oder angegriffen wurde auf ihren Tweet antworten. Bislang bekannten sich mehr als 200.000 Opfer zu ihren Schicksalsschlägen.

Eine Nutzerin antwortete der Schauspielerin: „Me too. Ich habe darüber gesprochen. Was ich daraus gelernt habe, war, dass niemand, absolut niemand, mir zuhören, geschweige denn helfen wollte.“

Das Echo zeigt deutlich, wie ernst zunehmend dieses Problem ist, das sich durch alle Gesellschaftsschichten zieht und auch bei Alter wie auch Geschlecht keinen Unterschied macht. Genau deswegen ist es höchste Zeit sich gemeinsam dagegen stark zu machen.

 

Dazu trägt auch die parallel zu Alyssa Milano’s ins Leben gerufene Onlinekampagne #balancetonporc (Entlarve das Schwein) bei. Die französische Journalistin Sandra Muller rief damit Frauen auf über Erfahrungen am Arbeitsplatz oder auf der Straße zu berichten. Und noch ein weiterer Hashtag macht aktuell die Runde.

 

Unter #MyJobShouldNotIncludeAbuse erzählen Models, dass es nicht nur im Film – sondern auch im Fashion-Business sexuelle Übergriffe gibt. Kein anderes Thema dominiert derzeit so stark. Zuletzt standen etwa Bill Cosby oder Casey Affleck deswegen im Fokus der Öffentlichkeit. Doch diesmal scheint es so, als sei die Traumfabrik nicht mehr in der Lage den schönen Schein zu wahren.

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