Anzahl deiner Freunde
13. Juni 2017 von Janina Lebiszczak

Clique oder BFF – die Anzahl deiner Freunde ist genetisch festgelegt

Drei Freunde sollst du haben, sagen deine Gene. Und wie die drauf sind, bestimmt auch unsere DNA.

Aus dem noblen Harvard kommt eine Studie, die uns staunen lässt. Gemeinsam mit Sozialforschern des MIT haben sich die klugen Köpfe angesehen, was es mit der Anzahl unserer Freunde auf sich hat. Und da unterscheiden sich beliebte, offene Menschen wenig von ihren introvertierten Kollegen. Die Zahl der Freunde kann zwar variieren, weist allerdings keine extremen Unterschiede in der Verhältnismäßigkeit auf.

Anzahl deiner Freunde

So hat ein eher schüchterner Mensch im Durchschnitt nur drei enge Freunde und 15 Bekannte, ein aufgeschlossener jeweils die doppelte Anzahl. Die magische Drei dürfte übrigens bei Frauen eine besondere Rolle spielen: Sie widmen durchschnittlich 48 Prozent der Zeit ihren drei engsten BFFs.

Wir sind unseren Freunden ähnlicher, als wir denken

Wie groß unser Freundeskreis tatsächlich ist, dürfte in unseren Genen verankert sein: Einerseits hat ein Mensch nur begrenzt Zeit und eine ebenso eingeschränkte Kapazität für Gefühle, andererseits geben kognitive Einschränkungen die Anzahl enger Freundschaften vor. Denn: Wir sind unseren guten Freunden ähnlicher, als wir denken! Forscher der Universität von Kalifornien analysierten, wie stark sich die DNA von knapp 2000 Probanden ähnelt und wer mit wem befreundet ist – und stießen auf besonders hohe genetische Schnittmengen unter engen Freunden. Warum das so ist? Eine Theorie befördert uns in die raue Urzeit: Die Forscher gehen davon aus, dass Freundschaften als Sozialverhalten entstanden sind, weil beide Seiten daraus einen Überlebensvorteil ziehen konnten – im Rudel war man stark. Je ähnlicher die Veranlagungen der BFFS sind, desto mehr profitieren sie davon und voneinander.

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Wenige enge Freundschaften

Hat sich die Buddy-DNA seit Facebook & Co verändert? Nope. Die meisten Menschen pflegen trotz sozialer Medien weiterhin nur wenige enge Freundschaften. Im weltweiten Durchschnitt spricht man meistens mit drei bis maximal sieben Personen über Intimimes. Für die Lebenszufriedenheit ist aber die Anzahl der Freunde ohnehin völlig egal, dafür ist allein die Qualität der Herzensmenschen entscheidend.

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