31. Mai 2017 von Jasmin Newman

#theysaid

Schock-Bilanz: Dieser Hashtag zeigt, wie stark verbreitet Body-Shaming ist

Der Hashtag #TheySaid beherrscht gerade Twitter und zeigt bewegende Geschichten von Body-Shaming-Opfern. Und es wird deutlich: Sehr sehr viele erlebten schon Kränkungen wegen der eigenen Figur – egal ob dünn oder dick!

„Schäme dich für dein Gewicht, deine Sexualität oder deine Hautfarbe!“

Es scheint, als würde unser Alltag heutzutage von Selbstzweifeln bestimmt werden. Es bedarf sogar schon eigener Betitelungen, um die verschiedenen „Probleme“ zu kategorisieren. Gender-, Skin– oder Body-Shaming sind Schlagworte, die uns mittlerweile fast täglich in den Medien begegnen. Und dabei überkommt einen das Gefühl, als wären viele davon erst damit entstanden. Doch in Wahrheit waren sie schon immer da. Nur werden sie dank Social Media verstärkt (Cyber-Mobbing) beziehungsweise in ihrem Ausmaß erst deutlich.

Das zeigt auch die Geschichte von Sally Bergesen, CEO eines Sportbekleidungsherstellers. Mit dem Hashtag #TheySaid bewegt sie weltweit Leute, vor allem Frauen, ihre Geschichte aus jüngster oder früherer Vergangenheit öffentlich zu teilen. Den Anstoß dafür gab sie mit einer Erinnerung aus der Kindheit, die für immer in ihrem Kopf verankert ist. „Iss so weiter, und du wirst ein Fettkloß. Das sagte mein Vater zu mir, als ich zwölf war. Bitte teile den Post und ein eigenes Erlebnis!“, schrieb sie auf Twitter.

#TheySaid – Es ist die Meinung anderer!

Die Resonanz war unglaublich. Es zeigte sich, wie viele bereits mit Body-Shaming zu tun hatten – und die Zahl geht über jegliche Statistik hinaus. Überraschend, wie viele von Sallys Followern auch dazu zählen. Immerhin sind die meisten davon Profi- oder Hobbysportler. Und die antworteten mit persönlichen Erlebnissen wie: „‚Nicht jeder hat das Glück, so dünn zu sein wie du.‘ Das hörte ich von so vielen Leuten, während ich unter einer schweren Essstörung litt.“ Oder: „Du rennst schnell für ein dickes Mädchen.“

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Es sind Kleinigkeiten, Sätze, an die sich deren „Erfinder“ vermutlich gar nicht mehr erinnern. Sie liegen, wie beim Beispiel von Bergesen, oftmals auch Jahrzehnte zurück. Doch seit dem Kindesalter wird sie bei fast jeder Nahrungsaufnahme an die Worte ihres Vaters denken. Löschen kann man diese Erinnerungen nicht, nur mit Selbstbewusstsein bekämpfen. Und es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Kampf. Eine tägliche Herausforderung und ein jahrelanger Prozess. Zu diesem kann dieser Hashtag nun beitragen. Denn er macht deutlich, dass man mit seinen Komplexen und Kränkungen nicht allein ist. Sie betreffen Frauen wie auch Männer jeden Alters und jeder Gewichtsklasse. Außerdem sendet er die wichtige Message: #TheySaid. Es ist die Meinung anderer! Das darf man nicht vergessen oder gar verwechseln. Denn wir haben unsere eigene Meinung. Und die gilt es im Zuge des Gemeinschaftsprojektes zu erkennen und zu stärken.

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