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Tabus Beziehung
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Schatz, Du bist eklig: Tabus in der Beziehung

Uns ist nichts Menschliches fremd – und ja, auch Heidi Klum stinkt manchmal schrecklich oder muss auf die große Seite. Aber welche Intimitäten haben in einer Beziehung Platz?

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Frau ohne Ausdünstung

Am Anfang einer Beziehung geben wir uns gerne engelsgleich, als Mensch ohne Ausscheidungen, ohne Ausdünstungen, frei von den Fesseln unseres Körpers. Manche Frauen lassen sogar die ersten Male in der Wohnung des neuen Lovers das Wasser laufen, wenn sie pinkeln. Und um eine plötzliche Blähung zu kaschieren, würden sie meilenweit laufen. Drücken wir auf die Fast-Forward-Taste: Gemeinsam das Wochenende am Sofa verbringen, im angepatzten Jogginganzug. Aufs Klo gehen, während er sich die Zähne putzt. Unter der Bettdecke pupsen – und es lustig finden. Deo statt Dusche. Zehennägelschneiden vor Publikum. Den Partner mal schnell losschicken, um Damenhygieneartikel zu kaufen. Aber: Was ist schon eklig, was noch vertraut? Wo wird die Grenze gezogen, welche Intimitäten tabu und welche gefällig sind?

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Tabus

Zusammen Zähneputzen ist okay, das Klo benutzen weniger.
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Im Alltag eine gewisse Distanz einhalten

Gerade das Badezimmer ist ein Ort voller Gefahren: Hier fallen die Macken des Partners besonders auf. Sie hinterlässt immer einen Haufen Haare im Waschbecken, er vergisst jedes Mal, den Klodeckel herunterzuklappen, oder trifft nicht gescheit.

Was in einer Beziehung erlaubt ist und was nicht, entscheidet nur ihr. Eine Umfrage (leider bezog sie sich nur auf Deutschland) kam zu einem verblüffenden Ergebnis: Jedes zweite Paar hat keine Scheu, wenn der Partner beim Toilettengang dabei ist. Satte 57 Prozent stört es überhaupt nicht, wenn der Partner dabei ist, „weder beim großen noch beim kleinen Geschäft“. Nun ja.

Es ist zutiefst menschlich, dass man in einer Partnerschaft ungeschminkt am Frühstückstisch sitzt oder mal einen bösen Furz nicht unterdrückt. Das bedeutet nicht automatisch etwas Negatives, sondern fungiert als Erholungsphase, in der man die Kontrolle in einem gesicherten Rahmen auch einmal aufgeben kann. Anders verhält es sich, wenn das distanzlose Verhalten zur Normalität wird.

Zwischen Pups und Privatsphäre

Sich gehen lassen – wo genau das anfängt, hängt von der persönlichen Schmerzgrenze jedes Einzelnen ab. Und die ist durchaus verschieden, wie wir dank einer Onlinebefragung des amerikanischen News-Portals Mic.com wissen: 51 Prozent der Befragten gaben an, innerhalb der ersten sechs Monate einer Beziehung vor dem Partner zu furzen, 26 Prozent furzen erst nach den ersten sechs Monaten, 10 Prozent furzen grundsätzlich immer dann, wenn ihnen gerade danach ist. Nur sieben Prozent gaben an, nie vor ihrem Partner zu furzen. Der Pups ist damit ein guter Maßstab: Wann gleitet man von der stabilen Phase der Beziehung in die destruktive? Es geht nicht darum, Ekliges komplett zu tolerieren oder sich entsetzlich gehen zu lassen. Es geht darum, wo ihr die Grenzen setzt. Und die überlassen wir euch. Und wollen gar nicht dabei sein …

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