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Dekor Gucci
Trends & Styling

Gucci sei Dank geht nichts mehr ohne Dekor

Stickereien, Patches, Pailletten und Flitter sind die Anti-Enthaltsamkeits-Zeichen unserer unruhigen Zeit. Dekor ist Spaß-Faktor und Dolce-Vita-Ausdruck zugleich. Genau das, was wir jetzt brauchen!

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Als Kreativchef Alessandro Michele das Label Gucci vor gut zwei Jahren übernahm, hat er nicht nur das italienische Traditionshaus rundum erneuert, sondern gleich die ganze Modebranche durchgerüttelt. Seine exaltierte Lust an renaissancehafter Verzierung teilen auch Domenico Dolce und Stefano Gabbana, und es ist wohl kein Wunder, dass es sich bei den Herren um Italiener handelt. Die wussten ja schon immer am besten, wie man das Leben und die Liebe feiert. Eine Eigenschaft, die wir angesichts von Krisen und Katastrophen weltweit alle ganz gut gebrauchen können.

 

Die haben was drauf!

Natürlich reagierten High-Street-Marken wie Zara, Asos oder Topshop schnell auf die neue Lust am Dekor und brachten von oben Genannten – um es freundlich auszudrücken – „Inspiriertes“ in die Läden. Jeans und Jacken sind vollgepflastert mit romantischen Sprüchen, Herz-Patches, Flora-und-Fauna-Stickereien, dass man manchmal die Klamotte selbst kaum mehr sieht. Darüber noch ein paar Pailletten und Perlen gestreut – schon ist der Look mit DIY-Attitüde im Mainstream angekommen.

 

DIY oder Wannabe?

Dass dieser Trend, den die Branche als Gucci-Effekt bezeichnet, durch die Bank so gut ankommt, liegt neben seiner Instagram-Attraktivität sicher auch an einem Überdruss angesichts der cleanen, minimalistischen Kollektionen der vergangenen Saisonen, an einer Sehnsucht nach Schönem und Heiterem in turbulenten Zeiten und nicht zuletzt am nach wie vor starken Nineties-Revival. Mit dem Unterschied, dass die Leute zu Zeiten von Kurt Cobain und Co ihre Denims und Lederjacken tatsächlich selbst mit Aufnähern und Pins pflasterten.

Heute gibt es für ambitionierte Selberbastler und solche, die nicht mal eben einen Tausender für eine bestickte Designer-Jeans hinlegen können oder wollen, YouTube-Tutorials und Patch-Sortimente zum selbst Aufbügeln. Wem der zwar hübsche, aber nur scheinbare Do-it-yourself-Hype zu Recht schon wieder sehr uniform vorkommt, angesichts der immer gleichen Tigerköpfe, Bienchen und Blümchen, muss allerdings nach wie vor selbst nach Motiven stöbern und total retro-mäßig selbst zu Nadel und Faden greifen. Das ist dann wirklich cool!

Deko galore!

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Flora und Fauna. Bei Gucci geht nichts mehr ohne Blumen und Bienen. 01

Liebesblind. Schon zu Markenzeichen geworden sind der Spruch „L’aveugle par amour“ und seine englische Entsprechung „Blind for love“. 02

Aufgeknöpft. Asiatisch anmutendes Drachengesicht aus Knöpfen und Patches. 03

Vollgepatcht. Jeans aus der kommenden Herbstkollektion von Dolce & Gabbana. 04

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High Street. Topshops Version des Trends sieht so aus. 05

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Hippie-Style. Peace-Patches zieren die Bomberjacke aus der Tommy-x-Gigi-Kollektion. 06

Mix it. Fast wie Tattoos wirken die Patches auf dem hautfarbenen Body. 07

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Romantik. Blumen und Spruchband als Rückenzierde. 08

Schöne Schenke. Florale Ranken schlängeln sich auf Denim. 09

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Asiatisch. Drachen und Tiger zieren diese Jacke. 10

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